Zur Einführung: Die Chamisso-Literatur

Nazli Hodaie, Simone Malaguti

Abstract


Mit der Frage nach sprachlicher und kultureller Zugehörigkeit befassen sich Menschen seit jeher. Viele Antworten auf diese Frage sind ethnonational motiviert und somit homogenisierend einfach. In einer Welt, die immer stärker von Globalisierung und Migration geprägt wird, werden immer mehr Stimmen laut, die sich auf der Suche nach Antworten nicht mit einem „Entweder-Oder“ begnügen, sondern die lebensweltlichen Prozesse der Verflechtung und Durchmischung in den Mittelpunkt ihrer Selbst- und Fremdwahrnehmung stellen.

Literarisch verarbeitet führt dies zu Darstellungsmustern, die homogenisierende und somit vereinfachende, veraltete bzw. konstruierte ethnonational motivierte Grenzziehungen in Frage stellen. Ihr hybrider Charakter schafft sprachlich und inhaltlich Neues, das nicht nur durch sein Innovationspotential besticht, sondern auch aufgrund seiner Mehrfachzugehörigkeit alte Macht- und Wissensstrukturen dekonstruiert.

Die vorliegende ZIF-Ausgabe widmet sich solchen literarischen Schaffensprozessen, die im Folgenden unter „interkultureller Literatur“ zusammengefasst werden. Am Beispiel der so genannten „Chamisso-Autorinnen und -Autoren“ setzen sich die Beiträgerinnen und Beiträger mit interkultureller Literatur im Kontext der Literaturwissenschaft sowie Literaturdidaktik auseinander und diskutieren ihren gesellschaftlichen Stellenwert.

Schlagworte


Interkulturelle Literatur, Chamisso-Autorinnen und -Autoren

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