Bedingungen und Ertrag der Erkenntnis kultureller Hybridität in Saša Stanišićs Roman Wie der Soldat das Grammofon repariert

Mark-Oliver Carl

Abstract


Aus transkultureller wie auch aus poststrukturalistischer Perspektive erscheint die Beschäftigung mit Formen von Hybridität in der Chamisso-Literatur geboten. Der vorliegende Beitrag geht zwei unterschiedlichen Suchrichtungen auf der Spur kultureller Hybridität in Saša Stanišićs Roman Wie der Soldat das Grammofon repariert nach. Aus kognitiv-didaktischer Perspektive erscheint die Beschäftigung mit dem Zusammenbruch des tito-sozialistischen kulturellen Koordinatensystems des Ich-Erzählers Aleksandar dabei im fremd- wie auch im erstsprachlichen Literaturunterricht ergiebiger als die seinerzeit im Feuilleton dominierende Auseinandersetzung mit evozierten und gegebenenfalls ironisch gebrochenen Balkan-Klischees.

From a transculturalist as well as from a poststructuralist perspective, hybridity in texts of Chamisso literature deserves a closer look. This paper examines two interpretative approaches towards cultural hybridity in Saša Stanišić`s novel Wie der Soldat das Grammofon repariert. Arguing from a perspective of cognitive didactics, it is shown how looking at the collapse of the cultural normalcy which the first-person narrator, Aleksandar, experiences, can yield greater transcultural learning results in the L2 literature classroom than a discussion of German stereotypes about the Balkans and whether the novel renders them ironically or not.

 

Schlagworte


transkultureller Literaturunterricht, kognitive Literaturdidaktik, Kulturtheorie, Differenzbewältigung, Sa_a Stani_i_, Osteuropa, Wende, Jugoslawienkrieg, Migration, Klischees, kulturelle Hybridität, kultureller Zusammenbruch, ...

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