Gelebte Mehrsprachigkeit in russisch- und polnischsprachigen Familien in Deutschland: Eine longitudinale Betrachtung

Grit Mehlhorn, Ewa Kraus, Katharina Mechthild Rutzen

Abstract


Der vorliegende Beitrag behandelt die Frage, wie russisch- und polnischsprachige Familien in Deutschland ihre mehrsprachige Situation erleben und wie sich sowohl die Einstellungen zur Mehrsprachigkeit als auch die mehrsprachigen Praktiken bei jugendlichen Herkunftssprecherinnen und Herkunftssprechern im Laufe der Jahre verändern. Anhand von Daten aus einem longitudinalen Forschungsprojekt, in dem wir 20 russischsprachige und 15 polnischsprachige Familien aus Berlin, Hamburg und Leipzig über einen Zeitraum von vier Jahren (2014–2018) begleitet haben, dokumentieren wir an konkreten Fallbeispielen, wie sich die Einstellungen der Jugendlichen und ihrer Eltern zu ihren Sprachen, ihre mehrsprachigen Praktiken und die Einschätzungen der eigenen Sprachkompetenz im beobachteten Zeitraum entwickelt haben.

This article deals with the question of how Russian- and Polish-speaking families in Germany experience their multilingual situation and how attitudes towards multilingualism as well as multilingual practices among adolescent heritage speakers change over the years. On the basis of data from a longitudinal research project in which we accompanied 20 Russian-speaking and 15 Polish-speaking families from Berlin, Hamburg and Leipzig over a period of four years (2014–2018), we use case studies to document how the attitudes of adolescents and their parents towards their languages, their multilingual practices and the assessment of their own language competence have developed over the observed period.


Schlagworte


Herkunftssprache; Polnisch; Russisch; Mehrsprachigkeit; Spracheinstellungen; Sprachgebrauch; Sprachlernbiografie

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