Transmediales Babylon: Überlegungen zum fremdsprachendidaktischen Potential der symbiotischen Einbindung von Narrativität, Multimodalität, Intermedialität und Authentizität in Arne Jyschs Graphic Novel Der nasse Fisch

Tristan Lay, Benjamin Nickl

Abstract


Der vorliegende Beitrag untersucht die künstlerisch inszenierte symbiotische Verschränkung von Bild und Text in der Graphic Novel Der nasse Fisch. Die Auseinandersetzung mit der Graphic Novel erfolgt auf Seiten der LeserInnen auf eine andere Art und Weise, als dies bei einem statischen Bild oder einem Text der Fall wäre. Aufgrund der ihr eigenen spezifischen Darstellung und dem Akt des Erzählens erfordern Graphic Novels besondere Rezeptionsanforderungen seitens der BetrachterInnen, damit das Signifikat auch in der von den KünstlerInnen intendierten Botschaft verstanden wird. Die klassische narrative Linearität wird dabei durch diverse Verfahren subvertiert, so dass alternative narrative Strukturen in der textlichen und visuellen Darstellungsform entstehen und eine mehrperspektivische und komplexe Deutungsarbeit erlaubt wird, die zu differierenden Lesarten führt. Theoretische Überlegungen im Forschungskontext der Authentizität, visuellen Ästhetik sowie das Zusammenspiel von Bild und Text stellen das Forschungsgerüst für die Untersuchung narrativer Verfahren und die ästhetischen Auswirkungen im multimodal konzipierten und illustrierten Kriminalroman Der nasse Fisch dar. Wir schließen mit Gedanken über den Nutzen sowie die Vorteile der Implementierung der Graphic Novel im medienreflexiven Fremdsprachenunterricht ab.

This contribution discusses the graphic novel Der nasse Fisch (Babylon Berlin) as a symbiotic phenomenon between visual and written artistry. The reader or viewer must not approach the graphic novel as they would approach a static image or a text-only narrative. Doing so would mean missing the experience of the medium as designed by the artist. The graphic novel’s forms of meaning-making emerge as multi-perspectival processes which subvert linear readings of texts or the limited intake of information when looking at a visual image without text or historical framing. Theoretical issues of authentication, visual styles and the pairing of image and text inform this contribution’s exploratory probing of the narrative strategies and aesthetic impact of Der nasse Fisch as a multimode crime novel. The contribution concludes with some thoughts on the usefulness and advantages of incorporating the genre of the graphic novel into the interdisciplinary teaching of foreign languages.


Schlagworte


Graphic Novel, multimodale Narrativität, Intermedialität, Authentisierungsstrategien, visuelle Ästhetik; graphic novel, multimode narrativity, intermediality, authentication strategy, visual style.

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